Warum es bei GEO keine Preisliste gibt
GEO ist Arbeit an Substanz, und Substanz sieht bei jedem Unternehmen anders aus.
Stell dir vor, du rufst einen Handwerker an und fragst: Was kostet eine Renovierung? Die einzig ehrliche Antwort ist eine Gegenfrage. Wie groß ist die Wohnung, was ist schon da, was muss raus, was soll am Ende stehen? Bei GEO ist es genauso. Ein Handwerksbetrieb mit acht Seiten, die inhaltlich solide sind, braucht etwas völlig anderes als eine Beratungsfirma mit 300 gewachsenen Seiten, von denen sich die Hälfte gegenseitig widerspricht.
Dazu kommt: GEO ist keine Software, die man installiert, sondern redaktionelle und strukturelle Arbeit. Inhalte werden geprüft, geordnet, geschärft, Begriffe vereinheitlicht, Seiten neu zugeschnitten. Wie viel davon nötig ist, zeigt sich erst, wenn jemand die Website wirklich angesehen hat. Deshalb ist das Fehlen einer Preisliste kein Trick, um den Preis zu verschleiern. Es ist die Konsequenz daraus, dass der Aufwand vom Zustand abhängt.
Was wir trotzdem tun können: dir die Stellschrauben zeigen, an denen der Preis hängt. Wenn du die kennst, kannst du jedes Angebot einordnen, auch unseres.
Wovon die GEO Kosten konkret abhängen
Der größte Faktor ist die Ausgangslage. Eine Website, bei der das SEO-Fundament steht, also saubere Technik, ordentliche Struktur, funktionierende interne Verlinkung, startet deutlich günstiger in GEO. Wenn das Fundament fehlt, muss es zuerst gebaut werden, sonst verpufft die Arbeit an den Inhalten. Was der Unterschied zwischen beiden Ebenen ist, erklären wir ausführlich auf unserer Seite zu GEO vs SEO.
Der zweite Faktor ist der Umfang. Nicht die reine Seitenzahl, sondern die Zahl der Themen, die sauber aufgebaut werden sollen. Ein Unternehmen mit drei Kernleistungen ist schneller durchstrukturiert als eines mit fünfzehn. Und manchmal ist weniger sogar das Ziel: Wenn zehn Seiten dasselbe Thema anreißen, ohne es je abzuschließen, besteht die Arbeit eher im Zusammenlegen als im Neuschreiben.
Drittens spielt die Branche eine Rolle. In Bereichen, in denen Vertrauen kaufentscheidend ist, etwa Beratung, Recht, Medizin oder Finanzen, müssen Aussagen besonders sorgfältig belegt und abgegrenzt werden. Das kostet Zeit, zahlt sich aber genau dort auch am stärksten aus, weil KI-Systeme bei solchen Themen besonders streng auf Glaubwürdigkeit filtern.
Und viertens: deine Eigenleistung. Wer intern Texte liefern kann, wer sein Fachwissen strukturiert zur Verfügung stellt, wer Fragen seiner Kunden sammelt und mitbringt, senkt die Kosten spürbar. Wie viel du selbst übernehmen kannst, haben wir auf der Seite GEO selber machen Schritt für Schritt aufgeschrieben.
Typische Kostenmodelle am Markt
Damit du eine Vorstellung bekommst, hier die drei Modelle, die dir bei praktisch jeder seriösen Agentur begegnen werden. Die genannten Spannen sind eine grobe Orientierung am deutschen Markt, kein Angebot und keine Preisliste.
Das Audit ist der übliche Einstieg: eine einmalige Bestandsaufnahme, die zeigt, wo deine Website steht, welche Seiten tragen und wo die größten Baustellen liegen. Je nach Tiefe bewegt sich so etwas am Markt meist zwischen einigen hundert Euro und einem niedrigen vierstelligen Betrag. Ein gutes Audit lohnt sich übrigens auch dann, wenn du danach vieles selbst umsetzt, weil es dir die Priorisierung abnimmt.
Das Projekt ist die einmalige Überarbeitung: Struktur neu aufsetzen, Kernseiten umbauen, Begriffe vereinheitlichen, Technik glattziehen. Hier hängt der Preis fast vollständig vom Umfang ab, realistisch ist ein vierstelliger Bereich, bei großen Websites auch darüber. Wichtig ist, dass das Projekt ein definiertes Ende hat und du danach weißt, was geliefert wurde.
Die laufende Betreuung kommt ins Spiel, wenn kontinuierlich gearbeitet werden soll: neue Inhalte, Monitoring der Sichtbarkeit in KI-Antworten, Anpassungen, wenn sich Systeme ändern. Monatliche Pauschalen liegen am Markt häufig im mittleren dreistelligen bis vierstelligen Bereich, je nach Intensität. Das Modell ergibt vor allem dann Sinn, wenn das Fundament schon steht.
Ein Rechenbeispiel zur Einordnung
Damit die Spannen greifbarer werden, ein durchgerechnetes Beispiel. Es ist bewusst fiktiv und ersetzt keine Bestandsaufnahme, aber es zeigt die Logik. Nehmen wir einen Dienstleister mit zwölf Seiten: solide Technik, ordentliche Texte, aber drei Seiten zum selben Thema, uneinheitliche Begriffe und kaum Belege. Das Audit deckt genau das auf und kostet einmalig einen Betrag im hohen dreistelligen Bereich. Die Umsetzung besteht aus dem Zusammenlegen der drei Konkurrenzseiten, der Überarbeitung von fünf Kernseiten und einem kleinen internen Glossar. Macht die Agentur alles, landet das Projekt im mittleren vierstelligen Bereich. Übernimmt der Kunde die Texte selbst und lässt nur Struktur und Feinschliff machen, halbiert sich das ungefähr.
Danach braucht es in diesem Fall keine laufende Betreuung, sondern einen Termin pro Quartal für Messung und Justierung, auf den Monat gerechnet ein überschaubarer dreistelliger Betrag. Das Beispiel zeigt zwei Dinge. Erstens: Der größte Block ist fast immer die redaktionelle Arbeit, nicht die Technik. Zweitens: Eigenleistung wirkt direkt auf den Preis, und zwar deutlich. Dein Fall sieht garantiert anders aus, größer, kleiner, mit anderen Baustellen. Aber die Logik, nach der sich der Preis zusammensetzt, bleibt dieselbe.
Was es kostet, nichts zu tun
Das soll keine Drohkulisse werden, also bleiben wir nüchtern. Abwarten ist eine legitime Entscheidung, und nicht jedes Unternehmen muss heute in GEO investieren. Aber Abwarten hat einen Preis, und der sollte in die Rechnung: Sichtbarkeit verschiebt sich gerade von Trefferlisten in Antworten, und wer in diesen Antworten nicht vorkommt, verliert Anfragen, ohne es in seinen Statistiken direkt zu sehen. Die Besucher bleiben ja nicht weg, sie kommen einfach nie an.
Dazu kommt ein Timing-Effekt, der selten ausgesprochen wird: Der Markt ist jung. Wer jetzt anfängt, konkurriert mit wenigen, wer in zwei Jahren anfängt, konkurriert mit vielen und muss aufholen. Aufholen ist in der Regel teurer als früh dabei sein, das war bei SEO vor fünfzehn Jahren genauso. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, die Entscheidung bewusst zu treffen statt sie zu vertagen.